Es kann nur einen Feminismus geben – und der ist radikal

Ein Feminismus, der nicht radikal bis an die Wurzel geht, ist für uns kein vollendeter, weil er nicht konsequent ist. Wer den Radikalfeminismus konsequent zu Ende denkt, landet bei der Anarchie, die eben nicht verleumderisch Chaos bedeutet, sondern Freiheit und Selbstorganisation ohne Autoritäten.

Wir möchten das Übel, das uns unserer Freiheit beraubt, an der Wurzel packen, das Patriarchat, das hierarchische Herrschaftssystem, das uns gefangen hält, nicht leugnen, nicht schön reden, nicht reformieren, sondern abschaffen. Des Übels Wurzel, das ist für uns die Sexobjektifizierung von Mädchen und Frauen; das sind korsettartige, einengende gesellschaftliche Rollenzuschreibungen für Frauen, aber auch für Männer; das ist für uns die Religion, die als Gegnerin der Aufklärung Menschen verblödet und unterwirft; das ist für uns der selbsternannte Staat, der Ungleichheit nur da beendet, wo es der Elite nicht grundlegend schadet, sie ansonsten aber zementiert und stetig erneuert und uns das als Rechtmäßigkeit verkaufen will; das ist für uns die Entwertung von Tieren und ihren Lebensräumen, was die Menschheit verrohen lässt, sie von der Natur entfremdet und ihre eigene, also unser aller Lebensgrundlage zerstört.

Wir solidarisieren uns mit allen, die ebenfalls unter diesem Herrschaftssystem leiden und es revolutionieren wollen, solange sie die Unterdrückung der Frauen (ohne * als eigenständige Gruppe) anerkennen. Wer uns Idealismus und Realitätsferne vorwirft, dem sagen wir: Du hast kapituliert vor dem Unrecht. Du richtest es Dir gemütlich oder zumindest erträglich ein in einem Scheiß-System, weil Du privilegiert oder noch nicht gründlich genug auf die Schnauze gefallen bist, weil Du Unangenehmes ausblendest. Du bist unsolidarisch mit denen, die auf der Hierarchie-Leiter unter Dir stehen. Du betrügst Dich und schadest Dir selber, weil Du Dein Mitgefühl verloren, Deine Menschlichkeit ein Stück weit aufgegeben hast. Es mangelt Dir an Phantasie und geschichtlichem Wissen. Denk‘ mal groß! Das Leben könnte so schön sein wie eine Rose, wenn nur das Patriarchat nicht wäre.

3 Kommentare zu „Es kann nur einen Feminismus geben – und der ist radikal

  1. „Wer den Radikalfeminismus konsequent zu Ende denkt, landet bei der Anarchie, die eben nicht verleumderisch Chaos bedeutet, sondern Freiheit und Selbstorganisation ohne Autoritäten.“

    Typisch für ne Frau, die wohl jenseits der Wirklichkeit lebt. Genau wie Roberspierre gedacht hatte, er könne über andere urteilen, obwohl er jenseits der einfachen Bürger lebte.
    Anarchie, wie du sie dir vorstellst, ist wie Utopie: Sie existiert nur in der Traumvorstellungen.
    Jede Organisation hat immer einen, der koordiniert, Anweisungen gibt und den Verlauf überwacht; Kurz gesagt, es gibt immer einen, der den Ton angibt. Allein deswegen ist es hierarchisch und nicht anarchistisch.

    Anarchie ist Chaos, wo jeder so lebt wie er will, ganz egal ob er mit seiner Lebensweise andere das Leben zur Hölle macht, oder nicht. Und es wird immer Menschen geben, die auf Rücksichtsnahme scheissen.

    Und wenn du wirklich glaubst, alle Menschen würden von sich aus beschließen, in Friede, Freude, Eierkuchen zu leben, ohne das sie irgendeinen Nutzen davon hätten, dann solltest du dir selbst ein Gefallen tun und mal raus aus deinen Plastikelfenbeinturm gehen. Dann wirst du erkennen, dass a) die dunklen Seiten der Menschen ein Teil von ihnen sind und b) diese nie ablegen werden.

    Der Kampf für die Rechte der Frauen war und ist wichtig, aber er darf nicht radikal werden, weil Radikalität selbstzerstörerisch ist, weil es liegt in der Natur jeder Radikalität.

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