Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 5-10

Teil 5 – In der Obst- und Gemüseabteilung

Sie steht in der Obst- und Gemüseabteilung und nicht weit von ihr entfernt, ist ein junges Paar, beide mit FFP2-Maskengesicht. Sie beobachtet, denn sie schaut Menschen tatsächlich noch an, auch wenn diese keine Notiz von ihr nehmen, als sei sie unsichtbar oder als würden die Menschen denken, selbst unsichtbar zu sein. Sie reagieren, sie merken einfach nicht mehr, als hätten sie zusätzlich noch Scheuklappen aufgesetzt, dabei steht sie doch in direkter Linie frontal zu ihnen, drei Meter entfernt.

Der Mann wiegt Äpfel, die er in einer dieser kleinen Plastikbeutel gesteckt hat. Plastik, das die ganze Welt verseucht, die Meere, das Grundwasser, den Boden und auch in Körpern zu finden ist. Äpfel von ausgebeuteten Saisonarbeiterinnen gepflückt, viele aus fernen Ländern, obwohl genug in der Nähe wachsen. Ein Apfel kullert ihm von der Waage runter auf den Boden. Er hebt ihn auf und wirkt unschlüssig. Mit Tüte und den Apfel in der Hand geht er zu der beim Einkaufswagen stehenden Frau und redet kurz mit ihr. Dann legt er den einen Apfel zurück auf den Obststand und packt einen anderen in die Tüte.

So ist das halt an der Hygienefront, wo die guten Menschen ihre Grenzen erreichen. Die Menschen, die aus vorgeschobener Solidarität für die Schwachen und Ängstlichen ihren eigenen Atemstrom behindern und andere für unverantwortliche Egoistinnen oder gar Mörderinnen halten, wenn diese dem psychotischen Treiben nicht folgen. All die Ja-Sager und die bitte, bitte Härter-Sager. Ja zur Maske, zur Erkennung der Gehorsamen, der Eiferer und zur Dämpfung der eigenen Todesangst, ja zum Lockdown mit all den Folgeopfern, ja zum PCR-Test, der keine Krankheit oder Infektion feststellen kann, ja zu einer neuartigen genbasierten „Impfung“ mit Nebenwirkungen und Pharmamegaprofit, ja zur totalen Überwachung und der Vergrößerung der Datenressourcen, denn nicht das Geringste darf verborgen oder unverwertet bleiben, ja zur Vernichtung des Menschseins, auf dass wir alsbald unseren Göttern, den Maschinen, gleichen, mit ihnen verschmelzen und somit selbst göttlich unsterblich werden und ja zu den Milliarden Menschen, die auf diesem Weg überflüssig werden.

Aber einen Apfel mit Bodenkontakt essen, da hört der Heldenmut auf. Der eine Apfel ist nicht gut genug für den Gutmenschen. Den vergifteten Apfel soll doch das blöde Schneewittchen futtern.

Teil 6 – In der Wohnstraße

Sie spaziert eine Wohnstraße entlang. Menschen sind unterwegs, viele mit Maske, den Blick starr. Eine maskierte Frau schiebt einen Kinderwagen, vorneweg läuft ein Junge. Er hüpft, spürt den Übermut eines Kindes, versprüht Lebendigkeit. Das haben die Erwachsenen ihm noch nicht austreiben können. Er fragt sie, die Fremde, unbekümmert und wissbegierig, ob sie ein Fahrrad habe. Ja, zu Hause, antwortet sie und fragt, ob er denn Radfahren könne. Natürlich kann er, verkündet er stolz.

Sie passiert die Gruppe, hinter der Frau gehen weitere Kinder. Abseits am Rande des Bürgersteigs an einem Baum steht ein Junge mit bunter Gesichtsmaske. Er hält den Kopf leicht schräg, wirkt geduckt, seine Augen sind groß und er beobachtet wie sie näher kommt. Kinder können noch den Blick. Im ruhigen Ton fragt sie, hast du Angst? Nein, antwortet er schnell, mit Nachdruck in der Stimme als kenne ein Junge doch keine Angst. Und rennt weg.

Was tun Erwachsene, Eltern und Pädagogen den Kindern an, aufgehetzt von skrupellosen Medien und Politik, im vorauseilenden Gehorsam, in Panik und in Gefühlslosigkeit? Kinder können das aushalten? Ist doch nicht so schlimm? Diese verdammten Virenschleudern haben es verdient? Wenn ihr euch nicht die Hände wäscht, sterben Oma und Opi. Mit Freunden spielen, nein gefährlich. Sachen mit anderen Kindern teilen, nein gefährlich. Wenn euch bei der ständigen Lüfterei im Klassenzimmer kalt ist, dann klatscht halt in die Hände und macht Kniebeugen. Positiv getestete Kinder sind vom Rest der Familie abzusondern, sonst droht Wegnahme. Maskenpflicht für Schüler stundenlang, obwohl Kinder einen hohen Sauerstoffbedarf haben. Verschärfung der sozialen Ungleichheit durch Schließung von Schulen und Kultureinrichtungen, Wegfall von Hilfs- und Freizeitangeboten und die ungleichen Bedingungen zu Hause. Depressionen, Trauma, Essstörungen, Entwicklungsstörungen, vermehrte häusliche Gewalt. Erziehung zum Gehorsam, Einpressung von Angst in Körper und Psyche, Hemmung der Bewegungs- und Lebensfreude. Rohrstockpädagogik updatet für den CoronaKult.

Weltweit sind Kinder aufgrund der Maßnahmefolgen vermehrt von Mangelernährung, Hunger, Wegfall von Schulspeisung und Schulunterricht, Aussetzung von Impfkampagnen gegen Masern und Kinderlähmung, Armut und Tod betroffen. Besonders der globale Süden leidet unter dem Angstregime des Westens, die UN schätzt: „…that the COVID-19 pandemic may add an additional 83 to 132 million people to the ranks of the undernourished in 2020.“

Teil 7 – Im Kaufhaus

Es ist heiß und feucht, über dreißig Grad. Das Wetter setzt ihr zu, sie ist keine, die den heißen Strand liebt, sie bevorzugt den kühlen Wald, schon immer. Die Hitze macht vielen Menschen extrem zu schaffen und verursacht zahlreiche Todesfälle auch im Sommer 2020. Sie geht in einen Kaufladen. Sie fährt ins Untergeschoss, da sie ein bestimmtes Teil benötigt, sie sucht und findet, fährt wieder hoch und geht zur Kasse. Die Kassen sind in einer Reihe, erhöht auf einem Podest und die Verkäuferinnen stehen hinter Plexiglas. Sie geht zu einer Reihe, wo ein Mann ansteht. Sofort schallt ihr von oben der Verkäuferin Stimme entgegen, dass sie keine Maske trägt und das Geschäft verlassen muss. Sie erwidert, dass sie keine Maske tragen kann, da sonst ihr Kreislauf kollabiert. Die herrische Stimme beeindruckt das gar nicht. Auf das Hausrecht wird gepocht. Sie fragt, was der Unsinn soll. Der maskierte Mann vor ihr mischt sich ein, verlangt Respekt für die Verkäuferin und weist darauf hin, dass er die Maske zu ihrem Schutze trage. Was für ein Idiot. Spielt der sich als verdammt selbstlos auf, will sie als rücksichtslos abstempeln. Sie hat ein paar Jahre im Pflegebereich gearbeitet und auch ehrenamtlich Besuchsdienst gemacht, sich in Sterbebegleitung weitergebildet. Nochmals wiederholt sie ihm gegenüber, von Angesicht zu Angesicht, pardon, zu Maskenfratze, dass ihr Kreislauf kollabieren wird. Er zweifelt ihre Aussage nicht an, bleibt aber unbeeindruckt und ein weiterer Maskierter aus der anderen Warteschlange tönt, er hätte auch Probleme damit, würde die Maske aber trotzdem tragen. Willkommen in Absurdistan, im Sommer als die Anzahl der positiv Getesteten im Bereich der zu erwartenden Falsch-Positiv-Rate lag. Diese lieben, guten Menschen sind so besorgt um den Schutz aller Mitmenschen. Kann sie nicht im Gegenzug einfach still leiden wie alle anderen und wenn sie dann zusammenbricht, dann Hallelujah, dann geschah es nicht mit Corona. Diesem SadoMasoClub will sie nicht beitreten. Und Tschüss, ihr Arschlöcher.

Für das Jahr 2018 berichtet die ÄrzteZeitung von „rund 20.200 Todesfälle bei über 65-Jährigen im Zusammenhang mit Hitze“ in Deutschland. Damals war nicht im Radio oder sonstwo zu hören, auf ältere Menschen zu achten, ihnen vielleicht beim Einkaufen zu helfen etc. Da war eher zu hören, dass die ältere Generation auf Kosten der jüngeren lebe. Das günstigere beitragsfinanzierte Rentensystem wird schon seit langem beschossen, um die kapitalgedeckte Rente zu forcieren. Banken und Versicherungen wollen halt Profit machen und dann war da noch der Klimawandel und der WDR Kinderchor singt ein Jahr später „Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau“. Nur um sich ein paar Monate später in nie dagewesener Weise im Namen der Alten, zu ihrem Schutze, drangsalieren und terrorisieren zu lassen. Gefragt wurden die Alten nicht, sie durften isoliert und verkümmert leben und sterben. Die Alten- und Pflegeheime werden seit Jahren auf Profit getaktet, auf Kosten der Pflegenden und der alten Menschen. Das ganze Gesundheitssystem wird immer unmenschlicher, wird der Logik der kalten Ökonomie unterworfen. Das war und ist von der Politik so gewollt. Krisen dienen ihr und den Konzernen, Stiftungen etc. als Gelegenheit, ihren Machbarkeitswahn voranzutreiben. „Die Coronakrise ist eine große Chance. Der Widerstand gegen Veränderung wird in der Krise geringer“, sagte z.B. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble in der Neuen Westfälischen vom 20. August 2020.

Teil 8 – An einem schönen Sommertag

An einem schönen Sommertag steht sie auf einem großen Platz in der Innenstadt. Vor dem Café sind viele Tische und Stühle platziert, die Menschen sitzen eng beieinander und genießen die Sonnenstrahlen. Sie steht in einer kleinen Gruppe und unterhält sich. Ab und an schaut sie hinüber in die Einkaufsstraße, wo ein reges Treiben herrscht. Niemand stört sich an der Gruppe, alle sind friedlich, außer drei bewaffnete Krawallbrüder, die kommen und die Gruppe belästigen. Mehr Abstand fordern sie und schließlich auch, dass alle den Platz verlassen sollen. Sie und die anderen lassen sich nicht beeindrucken. Es wird Contra gegeben und die Befehle werden nicht befolgt. Das frustriert die drei Schlägertypen. Ihre Männlichkeit scheint angegriffen, ihr Selbstvertrauen nicht ausgeprägt und so krallt sich einer der Macker ihr Handgelenk und zerrt daran, doch er wird von seinem Anführer zurückgepfiffen und Blondie gehorcht sofort. Die drei Uniformierten ziehen sich zurück, können es aber nicht dabei belassen. Den blöden Weibern wollen sie es doch zeigen. Verstärkung wird angefordert und es rücken Mannschaftswagen an. Jetzt können sie einzelne aus der Gruppe umzingeln und die Personalausweise verlangen. Das Krawallbunny, das sie schon zuvor kontrollieren wollte, hat sich zur Verstärkung eine Kollegin geholt, sodass sie links und rechts am Oberarm gepackt wird und ihre Hände nach unten in den Schmerzgriff geknickt werden. Sie wird abgeführt und zwischen zwei Transportern gebracht.

Bunny ist angepisst und will sie gleich mit auf die Wache nehmen, da sie keinen Ausweis bei sich hat. Doch sie wiederholt, dass es keines Ausweises bedürfe, sondern ihre Angaben reichen. Die Polizistin macht den Datenabgleich, stellt Fragen nach Namen, ob sie alleine wohne, Kinder habe etc. Sie protestiert ob der vielen Fragen, Bunny zischt, er glaube ihr kein Wort. Sie gibt ihrer Meinung Ausdruck, ohne Beleidigungen, denn das würde teuer werden, die Herren und Damen Staatsknüppel sind halt sehr empfindlich und daher besonders schutzbedürftig. Bunny ist weiterhin verärgert, zumal sie Passanten anspricht und ihnen Infos über die Situation zuruft. Er sagt ihr, dass sie bescheuert sei. Die anwesenden Kollegen sagen dazu nichts, auch nicht, als sie sie darauf anspricht. Wie schön, dass es noch Zusammenhalt gibt auf dieser Welt. Er will sie trotz ihrer Angaben mit auf die Wache nehmen. Wie lächerlich. Seine Kollegin erteilt ihr einen Platzverweis. Gerade startet sie, da kommt ihr ein Trupp entgegen. In der Mitte der Traube geht eine Freundin, links und rechts festgehalten von zwei Typen. Sieht ein bisschen nach Staatsfeindin Nr. 1 aus. Scheint eine gefährliche Person zu sein, die zierliche Gestalt in Leinenhose und Sandalen, und wird daher in den Transporter geworfen. Sie weiß nicht, was mit der Freundin geschehen wird, also stellt sie sich in die Seitenstraße und beobachtet vom Rand aus, was passieren wird. Der Geduldsfaden der lieben Polizei ist nun endgültig gerissen, verschwindet sie doch einfach nicht aus dem Blickfeld, na so was respektloses. Erneut wird sie gepackt und in eine kleine Blechdose verfrachtet, wo ein Sitz und ein bisschen Platz für die Füße ist.

Dann vor der Wache muss sie eine halbe Stunde in der stickigen, warmen Dose hocken bis sie von den Kidnappern in einen Raum geführt wird. Dort sind zwei Frauen der Gang und nehmen ihr Schlüssel, Geld, Uhr, Gürtel und Schuhe weg. Anschließend muss sie sich ausziehen. Die Unterhose auch, sie könne ja was versteckt haben. Wenn sie sich weigere, wollen die zwei Heldinnen Verstärkung holen. Sie ist zwar grundsätzlich angeekelt von der Polizei, aber nicht berührt von dem ganzen Vorgang und kann sich anschließend die Hose wieder anziehen. Auf Socken wird sie dann über den Flur in eine Zelle gebracht. Kahl und grau gefliest ist sie, mit hoher Decke. Nur eine schmale Plastikmatratze liegt auf dem Boden. Sie überlegt, ob die Akustik gut fürs Singen ist, das kann sie später ausprobieren, schließlich soll sie bis acht Uhr in der Zelle bleiben. Sie stellt sich auf die Matratze und macht einen Ausfallschritt. En garde! Zwar kennt sie sich nicht mit Yoga aus, aber zwei Übungen kann sie. Schön das Gleichgewicht auf der weichen Matratze halten. Konzentration. Was sich wohl noch auf so einer Matratze anstellen lässt? Doch nach nicht einmal zehn Minuten öffnet sich die schwere Tür und sie wird zurück in den Raum geführt. Davor lungern Polizisten herum und drinnen sind noch mehr, von Abstand scheinen die nichts zu halten. Was sollen die ganzen Gaffer, fragt sie, ist denen langweilig? Dickie, der Anführer, händigt ihr die Sachen aus. Offensichtlich meint er die kleine Machtdemonstration reiche zur Einschüchterung aus. Denn was anderes soll diese ganze Farce gewesen sein? Recht ist immer das Recht des Stärkeren, ob es im Namen vieler, weniger oder von einem geschieht. Denn die Stärkeren, die mit Gewalt drohen bzw. sie anwenden, entscheiden, was Recht ist und ob sie Recht gegen einen durchsetzen oder einem gewähren oder es selbst missachten. Widerstand ist damit immer Unrecht im herrschenden System. Untertaninnen aus Überzeugung bitten oder fordern daher, dass die Staatsgewalt ihnen doch Recht gibt, denn sie wollen sich nicht ins Unrecht setzen und verurteilen diejenigen, die sich außerhalb eines eng gesteckten Rahmens wehren. Für sie ist das Herrschaftssystem in Ordnung, sie verurteilen nur den „Missbrauch“ durch Einzelne.

Am Ende wird sie hinauseskortiert und draußen wartet bereits ihre Freundin auf dem Bürgersteig. Es ist ein schöner Tag und mal sehen, was sich damit noch anfangen lässt.

Teil 9 – Im Buchladen

Sie hat ein Buch bestellt, nicht bei Datenkraken wie Amazon, diesem Menschenschindersystem, sondern bei einem kleinen Buchladen, denn sie findet die Geschäfte vor Ort wichtig. Gerade für ältere Menschen, die mit Internetbestellungen überfordert sind und die in den Geschäften unter Menschen und in Kontakt mit ihnen kommen können. Es wäre eine einfache Sache von zwei Minuten gewesen, Buch, bitte schön, Danke schön, Geld, und schönen Tag noch, doch es läuft anders. Im Laden haben alle Masken auf, auch die Verkäuferin und der junge Verkäufer an der Kasse, den lieben langen Arbeitstag.

Es folgt eines der üblichen, nervigen Gespräche, die sie ständig in die Position der sich zu Legitimierenden drängen wollen, des Störenfrieds, der Asozialen. Nein, sie muss keinen Beleg vorzeigen, der sie von der Maske befreit. Wieso meint jeder Coronajünger andere maßregeln und diskriminieren zu können? Es gibt keine Nachweispflicht, nirgends steht so was. Doch die Leute spulen ihre Unwissenheit, ihr eifriges Nicht-wissen-wollen ab. Unbefleckt von Fakten wollen sie lieber glauben. Selbst, wenn es eine Pflicht gäbe, so what? Jede und jeder entscheidet doch selbst, ob sie oder er Hilfssheriff, Denunziantin spielen möchte. Immerhin lässt sich der Verkäufer darauf ein, ihr zu beweisen, dass es geschrieben steht. Er sucht im Internet, doch sie muss draußen vor der Tür warten.

Der Verkäufer wird nicht fündig, komisch, wer hätte das gedacht? Seine Kollegin erlöst ihn und verkauft ihr das Buch an der Tür. Soll sie jetzt dankbar sein? Wohl kaum. Die Mitläuferinnen im Laden machen natürlich das Maul nicht auf. Nein, sie stört ja, weil sie sich nicht benehmen kann, und sie stört, weil sie den anderen vor Augen führt, dass es eine Wahl gibt.

Werden diese Verblendeten bald alle, die ihnen nicht in den Kram passen, mit gutem Gewissen ausschließen können? Das sabbernde Baby, das die Ware beschmutzen könnte, den Obdachlosen, der als unrein betrachtet wird oder die Glückliche, die es wagt, aus vollem Hals zu lachen (die Münchener Verkehrsgesellschaft mahnt bereits wegen Aerosolen zum Schweigen) und dann alle Menschen, die keinen Impfausweis vorlegen können oder nicht genügend Punkte beim Social Scoring haben oder dann Menschen ohne digitalen Identitätsnachweis, die sich der Macht der Technologiekonzerne nocht nicht gebeugt haben usw. Denn es zählt nicht das Individuum, seine naturgegebene Bestimmung zu sein, sondern nur, ob das geknechtete Wesen eine Erlaubnis von der Priesterkaste bekommen hat und sich durch Folgsamkeit bewährt hat. Lachen, Singen, Tanzen, Umarmen, Wildsein, Zusammensein, Freisein, Eigensinn, Selbstbestimmung, Widerstand … alles Teufelswerk.

Teil 10 – Im Park I

Sie ist verabredet mit zwei Freundinnen im Park, denn die Mutter der einen ist an diesem Tag im Altenheim gestorben. Die Welt ist in Weiß gehüllt, erscheint wie ein Wintermärchen. Der blaue Himmel über den Bäumen und der Hauch des Atems steigt empor. Unter den Schuhen knirscht der Schnee und die Kinder dürfen sich austoben, schlittern die sanften Hügel hinab. Die Freundin möchte ein Walnussboot mit Kerze auf dem Teich segeln lassen, doch er ist zugefroren und nur die Enten halten ein Stück frei. So gehen sie spazieren, zu dritt, und reden. Diesmal ist keine Polizei unterwegs im Park, um zu kontrollieren, auch keine Denunzianten. Die Mutter war zuvor geimpft worden und sie ist nicht die einzige, die gestorben ist.

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