Alles Nazis außer Opi – Offener Brief an Campino (Die Toten Hosen)

Hallo Andreas Joachim Wolfgang Konrad Frege alias Campino,

als berufsjugendlicher Punk hast Du sicherlich nichts dagegen, wenn wir Dich duzen. Wir wissen gar nicht mehr, wie es dazu kam, dass wir mal ein bißchen über Dich recherchierten. Vielleicht war es eine innere Eingebung.

Du erzählst auf der Toten-Hosen-Homepage in einem Interview, dass zu Deinem Vorteil Deine Familie „politisch unbelastet“ gewesen sei und sagst über Deinen Opa das folgende: „Alles Nazis außer Opi – Offener Brief an Campino (Die Toten Hosen)“ weiterlesen

Geschichten vom Ende des Patriarchats, Teil 1

Teil 1 – Der Eigentümer

Lange waren sie sich nicht mehr begegnet. Er zog seine Landhausresidenz der zentral gelegenen Stadtwohnung vor, die er vornehmlich über eine entsprechende Agentur an Mieter auf Zeit vergab. Ob aus Gründen der Flexibilität, um die Wohnung selber bei Bedarf beziehen zu können, oder aus Gründen höherer Einnahmen oder beides, das wusste sie nicht. Selber gewohnt hatten er und seine Frau dort schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Sie kamen nur noch zur Wohnungsinspektion alle paar Monate, wenn mal wieder ein Übergangsmieter ausgezogen war. Das letzte Mal, als sie seiner Frau begegnete, war direkt vor dem Mehrparteienhaus. Auf offener, leerer Straße trug die Eigentümer-Nachbarin eine Maske. Fast hätte sie sie nicht erkannt. Eine richtige Unterhaltung kam nicht mehr zustande und das lag nicht nur an der Stoff- und Mimik-Barriere.

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Die Katze und Ein Abschiedsbrief (Gedicht und Ballade)

Die Katze

Die Katze
trägt keine Maske.
Das verbietet ihr Instinkt.
Ihr Wesen ist wahrhaftig,
ihr Charakter unverstellt.
Die Zunge reinigt das Fell.

Ein Abschiedsbrief¹

Von Geburt an warst Du mein ständiger Begleiter.
Nicht nur meiner, unser aller.
Hast uns erzogen und gelehrt,
was richtig ist, was falsch.
Wir haben Dich tief verinnerlicht.
Geliebt haben wir Dich nie.
Keiner von uns. „Die Katze und Ein Abschiedsbrief (Gedicht und Ballade)“ weiterlesen

An die Ahnen (Gedicht)

Triggerwarnung: Das Gedicht enthält Passagen esoterischen Geschwurbels und historischer Andeutungen, die für zart besaitete politisch Korrekte nicht geeignet sind und Pawlowsche Reflexe hervorrufen können.

An die Ahnen (angelehnt an Brechts1 ‚An die Nachgeborenen‘)

Hinzugelernt aus der Geschicht‘ haben diesmal die Faschisten.
Die Diktatur kommt bunt daher
im G’wand von Menschenrechten.
Geblieben ist die alte Losung:
Markiert die Guten und die Schlechten. „An die Ahnen (Gedicht)“ weiterlesen

Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 19

Teil 19 – Stinker im Park

Es ist ein milder Sonnentag. Sie geht mit einem Freund durch die langgestreckte Grünanlage spazieren. Auf dem Weg tummeln sich Radfahrer und Fußgänger und am Rande spielen Kinder auf der Schaukel oder am Klettergerüst. Die allermeisten Menschen haben sich nicht maskiert, vielleicht ist ihnen bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Freien gegen Null geht oder es fehlt ihnen der Befehl zum Aufsetzen einer Maske. Einige Gestalten jedoch, von den Terrormedien in eine Angstneurose getrieben, meiden die frische Luft, sie tragen ihre kleinen Lieblinge. Doch trotz der nun schon längeren Beziehung wissen sie häufig immer noch nicht, wie sie es am liebsten mag und tragen sie unter der Nase oder sogar am Kinn. Manch einer hält sie in der Hand oder am Arm gebunden. Da hilft wohl nur noch Paartherapie. Aber in vielen Fällen ist es dafür zu spät, zerschunden, besudelt in den Dreck geworfen, liegen die Lieblinge auf dem Boden oder im Gebüsch. Einst waren sie begehrt, glaubte der Träger sogar, nicht ohne sie leben zu können, doch die Liebe hat ein Ende. Aber musste es so grausam sein? Als sie noch rein und unbefleckt waren, waren sie zur Befriedigung eines Bedürfnisses gut genug, doch als ihre strahlende Schönheit verblasst war, landeten sie in der Gosse. Die tragischen Heldinnen hatten sich zwischen ihrem Träger und einem heraufbeschworenen Killervirus gestellt, ihn beschützt und sich geopfert, ertrugen des Trägers Spucke und Atem, seinen Mundgeruch, das Feuchtbiotop, das sich auf ihr bildete mit all den Bakterien, Keimen und Viren. Sie hielt stand, auch gegenüber seinen dreckigen Fingern, die sie ständig betatschten und dem Schweiß an seinem Hals, an den er sie drückte. Liebe erträgt viel, aber Undank ist der Welten Lohn. Doch Gift ist die Rache der Verschmähten. Das Mikroplastik, das Formaldehyd und all die anderen Chemikalien, die in ihr sind, der Cocktail an Schadstoffen, den sie ausgegast hat in seine Atemluft. Mon amour, der letzte Kuss des Verderbens. Adieu. Reiche den Zartbesaiteten jemand ein Taschentuch, für die anderen bleibt die Feststellung, dass dieser Dreck nichts im Grünen zu suchen hat. Können die braven, ständig um die Gesundheit der Mitmenschen besorgten, moralisch weit über allen stehenden Coronakreuzzügler nicht ihren Abfall in der Restmülltonne entsorgen? Offensichtlich, nein.

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Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 18

Teil 18 – Alles auf den Prüfstand

Seit sie nicht mehr im Hamsterrad des täglichen Arbeitswahnsinns lief, war sie gedanklich nicht mehr ablenkt mit lästigen Zankereien aus eben jenem Zwangsverhältnis, sondern hatte mehr Zeit, über wirklich Wichtiges nachzudenken, zu recherchieren und zwischendurch einen Kuchen zu backen. Wenn eine kleine Elite seit über einem Jahr der Menschheit eine gigantische Lüge auftischte, so wird das doch mit Sicherheit nicht das erste Mal in der Geschichte gewesen sein. Ihr kam ein weiser Spruch in den Sinn, den sie einmal irgendwo aufgeschnappt hatte, von wegen, man solle sich vor Menschen hüten, die Panik verbreiten und genauer hinsehen. Das stimmte ja auch: Angst ist bekanntlich ein Herrschaftsinstrument. Und jeder Krieg beginnt mit einer Lüge. „Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 18“ weiterlesen

Drei Affen, 5G und ein A (Gedicht)

Drei Affen, 5G und ein A

Drei Affen und 5G
nichts hören nichts sehen nichts sagen
gehorsam getestet gespritzt und getrackt – gefangen
auf narkolepsiert folgt genmanipuliert folgt transhumiert
Cont er ga‘ nichts für.
Oder doch? „Drei Affen, 5G und ein A (Gedicht)“ weiterlesen