Geschichten vom Ende des Patriarchats, Teil 1

Teil 1 – Der Eigentümer

Lange waren sie sich nicht mehr begegnet. Er zog seine Landhausresidenz der zentral gelegenen Stadtwohnung vor, die er vornehmlich über eine entsprechende Agentur an Mieter auf Zeit vergab. Ob aus Gründen der Flexibilität, um die Wohnung selber bei Bedarf beziehen zu können, oder aus Gründen höherer Einnahmen oder beides, das wusste sie nicht. Selber gewohnt hatten er und seine Frau dort schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Sie kamen nur noch zur Wohnungsinspektion alle paar Monate, wenn mal wieder ein Übergangsmieter ausgezogen war. Das letzte Mal, als sie seiner Frau begegnete, war direkt vor dem Mehrparteienhaus. Auf offener, leerer Straße trug die Eigentümer-Nachbarin eine Maske. Fast hätte sie sie nicht erkannt. Eine richtige Unterhaltung kam nicht mehr zustande und das lag nicht nur an der Stoff- und Mimik-Barriere.

Als sie sich damals kennen lernten, war gerade ein anderer neuer Mieter auf derselben Etage eingezogen. Die Gelegenheit wollte das einstige Hippie-Pärchen nutzen, sich mit den neuen Single-Nachbarn, die ihre Kinder sein konnten, bekannt zu machen und lud sie zu Kaffee und Kuchen ein. Im Nachhinein betrachtet vermutete sie, geschah dies eher aus eigenem Selbstverständnis heraus: Offenheit und Interesse zeigen gegenüber der jüngeren Generation in der sonst so anonymen Großstadt. Neben dem Alter hatten sie auch sonst nur wenig gemein: Der junge Mann in einem prekären Arbeitsverhältnis und mit Unterhaltszahlungen belastet; sie in einem typisch unterbezahlten Frauenberuf in unfreiwilliger Teilzeit. Die Miete machte wahrscheinlich für beide den Großteil ihrer Einkommen aus. Für eine kleine Eigentumswohnung reichte es nicht. Das Pärchen schon in Rente, die Schäfchen im Trockenen. Ein Eigenheim auf dem Land, eines in der Stadt und weitere in Anbahnung, wie eine andere Mieterin mal verlauten ließ. Sein Geld hatte er als Mathematiker verdient, seine Frau betrieb mal eine kleine Baguetterie.

Die letzte Unterhaltung mit ihm, an die sie sich erinnern konnte, handelte von seiner Reise nach Indien. Sie, selber noch nie dort gewesen, fragte ihn damals, wie es denn sei, mit dieser Armut umzugehen, von der ihr schon mehrere berichtet hatten, u.a. ein indischer Wirtschaftsingenieur und ein deutscher Luxusküchenausstatter. Er lachte und antwortete, die Menschen seien dort ganz normal so wie hier. Reagierte so jemand, der auf den Widerspruch des eigenen Lebensstandards und seiner eigenen politischen Überzeugung prallte? Diese letzte Begegnung der beiden lag offenbar so lange zurück oder war einfach zu unwichtig gewesen, dass er sie nun fast nicht mehr erkannte und beinahe grußlos an ihr vorbeigezogen wäre – trotz offenen Visiers. Sie, etwas Small talk in Gange bringend, gab ihm zu verstehen, dass sie ja von diesen alle paar Monate wechselnden Mietern, mit denen sie quasi Tür an Tür wohne, so gut wie nichts mitbekäme und das sei ja irgendwie auch schade, wenn man gar nicht wisse, wem man da im Treppenhaus begegne oder wie die Leute überhaupt aussehen, deren Lebensgeräusche man manchmal höre. Dass sie, die nur noch von Ersparnissen lebte – Corona hatte sie die Stelle gekostet –, vielleicht selber nicht mehr allzu lange dort wohnen würde, weil ihr Vermieter sie auf Mieterhöhung verklagt hatte, erzählte sie nicht. Ehrlich gesagt, schätzte sie ihn ähnlich ein. Kaum hatte sie diesen Gedanken gedacht, berichtete er ihr, dass demnächst wohl ukrainische Flüchtlinge dort einziehen würden. Dann wisse sie wenigstens mal, wer dort wohne. Sie meinte, einen gewissen Stolz in seiner Stimme und eine auf Bestätigung wartende Körpersprache vernommen zu haben, ging darauf aber nicht ein. Auf diese politisch korrekten Glaubensbekenntnisse hatte sie keine Lust. Die Miete zahlt vermutlich die Stadt? Der kurze Plausch endete hier, schöne Grüße an die Frau.

Nun, dachte sie bei sich, sei allen Opfern von Geopolitik eine sichere Zuflucht gegönnt. Sei aber auch allen ortsansässigen Lohnsklaven, Systemverlierern und -verweigerern ein trautes und wenigstens bezahlbares Heim gegönnt. Und sei vor allem allen von ihnen gegönnt, nicht gegeneinander ausgespielt zu werden. Nicht von einer bösen Elite-Clique und nicht von gutmenschlichen Systemprofiteuren, damit diese sich an ihnen in selbstgerechter Manier bereichern konnten – finanziell an den einen, ideologisch an den anderen. Dieses asoziale System konnte nur vor die Hunde gehen, war es schon längst. Vor lauter selbstherrlichem Gesinnungsrausch waren ihr feiner Ex-Nachbar genauso wenig wie ihr Vermieter, dessen Gattin auch gerne ihr Ehrenamt an die große Glocke hängte, aber offenbar nicht mehr in der Lage, den Verwesungsgestank der Patriarchatsleiche zu riechen. Das verdorbene Fleisch wird bis in den letzten Kadaverwinkel weiter ausgehöhlt. Wenn sie sich daran mal nicht den Magen verderben. Das System ist elastisch, sagte neulich ein Bekannter. Das stimmt wohl. Doch jedes Gummi wird irgendwann spröde. Der Zeitpunkt naht, an dem solche Leute feststellen werden, was sie in ihrer Kindheit oft zu hören bekam: Mach‘ die Augen zu, dann siehst du, was deins ist.

Auf in die faschistoide Demokratie und Linke marschieren mit

(Gegenstimmen zum Mainstream sind jetzt wichtiger als redaktionelle Unstimmigkeiten: et voilà:)

Achtung, Spoiler, oder besser eine Triggerwarnung, denn es kommt gleich was mit Körperlichkeit, oder noch besser im Antlitz der menschlichen Hybris, Vorsicht, Blasphemie: Der Mensch ist sterblich, sein Körper vergeht und damit er.

Oder für aktuelle Umstände passender ein alter Klospruch: Das Leben ist eine Krankheit, sexuell übertragbar und endet stets tödlich.

Der Tod erscheint in dieser Gesellschaft als eine Art persönliche Beleidigung, wird verdrängt, findet häufig in Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern, in Hospizen statt. Selten kommen wir noch mit dem Sterben in Berührung und der eigene Tod ängstigt viele. Doch wie wollen wir sterben und noch entscheidender wie wollen wir leben? Wofür lohnt es sich den Tod zu riskieren und wofür lohnt es sich zu leben? Geht es im Leben bloß darum Schnäppchen beim Shoppen zu erjagen, die eigene Arbeitskraft verkäuflich zu erhalten und das Leben mit Hilfe der Technologie, so lange wie möglich zu haben? Sollen die Menschen wie Maschinen werden und damit sich selbst zerstören? Ihre Kreativität, ihr Suchen, ihr Begehren, ihre Beziehungen, ihr Glück, ihre Trauer und ihren Schmerz? Die Komplexität des menschlichen Lebens, die Einheit von Körper, Psyche, Geist, eingebettet und verbunden mit Welt, all das reduziert auf einen Wirt für einen Virus. Vermeintlich zeitlich befristet, doch wie lange bis die nächste Krise, die nächste Gefahr bekämpft werden soll? Denn diese Krisen sind Hebel und Ausdruck für verschiedene Interessen und Prozesse. Die Klimakrise lauert bereits für den nächsten Angriff auf Freiheit, Existenz und Würde, die nächste globale Wirtschaftskrise… der nächste große Krieg… die nächste (Dauer-)Pandemie… dann können die Zwangs- und Kontrollmittel gegen die willige, resignierte oder widerspenstige Bevölkerung nochmals ausgeweitet werden. Zu pessimistisch? Alles wird schon gut? Nicht, wenn dem Wahnsinn kein Einhalt geboten wird, wobei die sogenannte Normalität schon an sich gestört ist. Die Drangsalierung wird nicht enden, wenn Leute das tun, was ihnen gesagt wird in der Hoffnung, es sei dann bald vorbei.

Es bleibt das Erstaunen, dass so viele Menschen so schnell mitgemacht oder geschwiegen haben. Sich der Strategie der Moral und Angst ergeben haben, die von Narzissten befeuert wird und die das Bewusstsein einengt, Feindseeligkeit schürt und die Lebendigkeit stranguliert. Es ist die Angst vor Verlust, Krankheit, Rückgrat zeigen, verbalen und physischen Attacken, Ausgrenzung und Sanktionen gepaart mit dem wohligen Gefühl hypermoralisch überlegen zu sein. In diesem schaurigen Land passen der Großteil der Bevölkerung und die Regierung bestens zueinander. Die Identifikation mit dem Staat ist recht ausgeprägt, höchstens der Austausch von als inkompetent, korrupt, gegnerisch oder unsympathisch angesehenen Personen wird gewünscht. „Auf in die faschistoide Demokratie und Linke marschieren mit“ weiterlesen

Ein Schutzgeld namens Lohnsteuer?

Dass Arbeit – nicht zu verwechseln mit sinnvollen, lebensdienlichen, herrschaftsfreien Tätigkeiten – ein patriarchal-ökonomisches Zwangsverhältnis darstellt, dessen sind wir uns schon lange bewusst. Drum: Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt. Ein pikantes Detail gigantischen Ausmaßes war uns allerdings bislang entgangen, obwohl es doch – im wahrsten Sinne des Wortes – wie ein offenes Buch vor uns liegt. (Manchmal sieht man eben den Wald vor lauter Bäumen nicht oder es fehlt einer einfach an Phantasie für derlei Dreistigkeiten.) Das Justizministerium und sein Bundesamt stellen uns, dem Bundespersonal, ja großzügigerweise sämtliche Gesetze online kostenlos zur Verfügung, wie sie auf ihrer Homepage fettgedruckt hervorheben. Dafür arbeiten die mehr als 1.200 Mitarbeiter*#&%§innen wahrscheinlich selbstlos und aufopferungsvoll rund um die Uhr… Es geht um das Einkommenssteuergesetz. Schaut man sich dieses Wunderwerk deutscher Sprache einmal genauer an, so begegnen einer die drei Begriffe: Einkommen, Einkünfte und Einnahmen. Warum einfach, wenn’s auch kompliziert verschwurbelt geht, definiert sich das eine verschachtelt aus dem anderen. Ist diese Verwirrung am Ende sogar gewollt? So erfahren wir in § 2 ‚Umfang der Besteuerung und Begriffsbestimmungen‘, dass unter anderen die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, also aus Lohnsklaverei, der Einkommenssteuer unterliegen. Sodann erfahren wir im zweiten Absatz desselben Paragraphen, was wir unter Einkünften zu verstehen haben, nämlich im Falle der nichtselbständigen Arbeit den „Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten“. Aha.

Nun stellt sich uns Laien folgende Frage: Was sind Einnahmen und wer hat welche? Vielleicht liegen wir Dummerchen mit unserer naiven Annahme falsch, aber vor unserem geistigen Auge taucht beim Wort „Einnahmen“ die Kasse aus dem Kaufmannsladen auf. Bei längerem Sinnieren können auch Herrscher einnehmen, nämlich fremde Länder, Soldaten eine feindliche Stellung, ein Pharmagläubiger Tabletten. Auch eine Friseurmeisterin kann Geld einnehmen, um davon die Ladenmiete zu bezahlen. Aber nimmt eine Arbeiterin ihren Lohn ein, ein Angestellter sein Gehalt? Weiter unten im Gesetzestext, genauer gesagt in § 8 ‚Einnahmen‘, hofft die gespannte Leserin leider vergebens auf eine Klärung, verweist dieser Paragraph doch wieder auf § 2 – so schließt sich der Kreis bzw. beißt sich die Katze in den Schwanz und offen bleibt die Frage: Was sind Einnahmen? Sind Löhne und Gehälter Einnahmen? Und haben der Lehrling oder die Krankenschwester überhaupt Überschüsse?

Eine Antwort bekommt man leider weder auf der Homepage noch auf Nachfrage. Zu sehr beschäftigt sind die Staatsdiener*+-)=(innen mit wichtigeren Anliegen. Und warum wolle man das überhaupt wissen? (Wer gnädigerweise eine Auskunft möchte, muss sich erst einmal rechtfertigen.) Die unvoreingenommene online-Enzyklopädie stützt unsere Annahme der Ladenkasse und verweist aufs kaufmännische Rechnungswesen, finanzen.net wird noch etwas deutlicher und definiert Einnahmen als: „Monetäres Äquivalent der veräußerten Güter und Dienstleistungen eines Unternehmens, welches zu einer Erhöhung des Geldvermögensbestandes führt“. Das trifft dann jawohl auf Lohnsklaven nicht zu, oder? Werden wir hier etwa in dreister, um nicht zu sagen, mafiöser Manier vom eigenen Vater Staat abgezockt? Immerhin machen ja Lohn- und Einkommenssteuer mit fast 40 % den größten Anteil der staatlichen Steuereinnahmen aus, teilt uns das Warbu.. äh Noch-Scholz-Ministerium mit. Womit wir bei dem nächsten Schwurbel-Begriff wären: Lohnsteuer.

In § 38 heißt es: „Bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit wird die Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn erhoben (Lohnsteuer)“. Da sind sie wieder unsere drei Probleme: Einkommen sind Einkünfte sind Einnahmen… Und wieso steht die größte staatliche Steuereinnahme, die Lohnsteuer, im Fließtext nur ausgegrenzt und eingezäunt in Klammern? Jaaa, teilt man mit: Das sei ja nur ein umgangssprachlicher Begriff. Ach so, und ein Bundesministerium verwendet in seinen offiziellen Veröffentlichungen Umgangssprache? Und wenn Lohnsteuer doch ein Teil der Einkommenssteuer sein soll, warum erfindet man dann überhaupt einen neuen Begriff und bleibt nicht einfach bei Einkommenssteuer? Und wer hat diesen Begriff überhaupt erfunden? Umgangssprache entwickelt sich im Volk, aber erfindet sich ein Volk eine eigene Steuer?

Bleiben noch die Werbungskosten („…sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen, § 9): Wenn das brave, arbeitsgenötigte Bürgerlein schön seine Einkommenssteuererklärung abgibt, bekommt es als Belohnung ganz großzügig ein paar Almosen für Werbungskosten zurückerstattet. Dann freut sich das Bürgerlein über die paar Kröten und stellt keine blöden Fragen, ob das ganze überhaupt seine Richtigkeit hat, ob ein gegängelter Arbeitnehmer überhaupt Überschüsse, Einnahmen und Werbungskosten hat. Ein bißchen Sand in die Augen streuen und die Sache ist geritzt.

Geistiger Brandstifter für unsere Recherchen war der Demokratieketzer Aaron Russo. In seinem Dokumentarfilm ‚America: Freedom to Fascism‘ deckte er 2005 auf, dass die Einkommenssteuer („income tax“), die der IRS von der US-amerikanischen Arbeiterschaft eintreibt, völlig illegal ist, weil es dafür überhaupt kein Gesetz gibt (Stand 2005). Wer nicht zahlt, landet allerdings im Knast. Und auch der IRS (internal revenue service, revenue heißt Einnahmen!) ist eine sehr zwielichtige Steuer-„Behörde“ mit euphemistischem Namen. (Haben wir nicht auch irgendso eine Service-“Behörde“ in Deutschland?) Russo wird im Film bedroht. Er starb 2007 nach seinem letzten (?) Interview mit Alex Jones, wo er von einer Unterhaltung mit Nick Rockefeller berichtete, der ihm vom Plan, die ganze Menschheit chippen zu wollen, erzählt haben soll. Aber das ist sicherlich nur eine böse Verschwörungstheorie und sicherlich sind auch wir einfach nur zu doof, Gesetzestexte richtig zu verstehen…

R.I.P. Aaron Russo

Quellen:

Ein Rätsel (Gedicht)

Ein Rätsel

Wer bin ich?
Ich bin allgegenwärtig.
Ich habe viele Gesichter und bin doch unsichtbar.
Du kannst mich nicht hören oder schmecken.
Du kannst mich fühlen, aber nicht tasten.
Manche meinen, sie könnten mich riechen.

Die Werbung benutzt und missbraucht mich, weil ich so beliebt bin.
Manche wollen mich einschränken, verbieten oder wegsperren.
Sie halten mich für gefährlich. Aber ich bin nicht greifbar.
Es gelingt ihnen nur zeitweilig. Mein Drang ist stärker.
Diktaturen pervertieren mich.
Manche behaupten, sie könnten mich besitzen,
über mich bestimmen und verfügen,
mich verwalten und gewähren,
an andere verteilen – sie lügen.
Ich bin weder käuflich, noch verhandelbar.
Man kann mich nur nehmen, nicht bekommen.
Ich gehöre Dir und allen und niemandem.

Ich bin schon immer da,
der Boden zu Deinen Füßen,
der Himmel weit geöffnet,
Deine Atemluft,
der Gedanke in Deinem Kopf.
Ich bin Dein Urinstinkt,
Dein Wille und Dein Widerstand.

Manche sagen, höre nicht auf mich, sei vernünftig.
Sie wollen unsere Verbindung kappen,
Dich mir entziehen und beherrschen.
Doch unsere Liebe zueinander währet ewiglich.
Sie ist Bedingung für ein glückliches Leben.
Erkennst Du mich?

Kurz und Bündig

Sie steht vor der Gemeinschaftspraxis zweier Hausärztinnen und liest das große Plakat an der Eingangstür:

Zutritt nur mit FFP2-Maske

Vollständig Geimpfte dürfen mit einer medizinischen Maske rein

Sie ruft bei einem Orthopäden an:

Ich brauche keine Maske tragen, ist das ein Problem?

Sind Sie geimpft?

Nein.

Einen Moment (die Arzthelferin hält Rücksprache, wahrscheinlich mit einer Kollegin). Sie müssen eine FFP2-Maske tragen.

Und tschüss.

Deutsches Krebsforschungszentrum: humanistische Einrichtung oder transhumanistische Biowaffenschmiede?

Aluthutmäßiges Verschwörungsgeschwurbel oder handfeste Indizienlage?

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) wird 2021 57 Jahre alt. Zeit für eine Bestandsaufnahme. Gegründet wurde die mittlerweile 319 Millionen Euro schwere staatliche Stiftung im Jahre 1964 vom Arzt Karl Heinrich Bauer und dem Juristen Kurt Georg Kiesinger, damals Ministerpräsident von Baden-Württemberg. Dass es sich dabei um ein Nazi-Duo handelte, lässt das DKFZ in seiner Jubiläumsrückschau unerwähnt. So schrieb Karl Heinrich Bauer Bücher über Rassenhygiene und „Die Praxis von Sterilisierungs-Operationen“, war Beirat der Deutschen Gesellschaft für Konstitutionsforschung, die bis 1965 bestand, sowie beteiligt an der später so genannten „Aktion Brandt“, also der gezielten Tötung Kranker in Heil- und Pflegeanstalten im Dritten Reich. Kurt Georg Kiesinger, ebenfalls NS-Systemler, sorgte später als Kanzler einer Großen Koalition dafür, dass ähnlich geartete Nazi-Verbrechen verjährten und führte 1968 Notstandsgesetze ein. Einige Jahre später wird Otto Westphal, ehemaliges NSDAP- und SS-Mitglied und Mitbegründer der Gesellschaft für Immunologie, wissenschaftlicher Vorstand des DKFZ werden. Genauere Informationen über z.B. die personelle Ausstattung in der Zeitspanne 1964 bis 1999 lassen sich beim DKFZ nicht in Erfahrung bringen, die Daten sind nicht (mehr?) abrufbar. (1-9)

Auf der anderen Seite des Atlantiks rief Präsident Richard Nixon 1971 den „war on cancer“ aus. (Ähnlichkeiten zu Macrons „Nous sommes en guerre“ und Merkels „größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg“ im Corona-Jahr 2020 dürften rein zufälliger Natur sein.) „Im Oktober des gleichen Jahres wurde im Rahmen seiner Initiative das Army’s Fort Detrick in Maryland, bis dahin eine Einrichtung zur Forschung zu Biowaffen, unter dem Namen Frederick Cancer Research and Development Center in ein Krebsforschungszentrum umgewandelt.“ Weiter heißt es bei wikipedia: „Das NCI [National Cancer Institute] erhielt durch dieses Gesetz eine Sonderstellung und weitreichende finanzielle Autonomie innerhalb der National Institutes of Health (NIH). Die Gesamtausgaben für die Krebsforschung in den USA seit Nixons Erklärung werden auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar geschätzt. Im Jahr 2003 wurde das Ziel, eine Heilung für die Erkrankung Krebs zu finden, als „NCI Challenge Goal 2015“ erneuert.“ Redliche Gesundheitsforschung im Dienste der Menschheit oder ein Fall von „Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nix“? Denn am 16. Dezember 1971 wurde die Biowaffenkonvention zum Verbot eben jener von der UN-Vollversammlung völkerrechtlich ratifiziert und am 23. Dezember unterschrieb Richard Nixon den National Cancer Act. (10-11)

Was hat die Krebsforschung hüben wie drüben in all den Jahrzehnten zustande gebracht? Ein generelles Heilmittel gegen Krebs jedenfalls nicht. Auch nicht die Ergründung einer Kausalkette, wieso weshalb warum Krebs genau wann und wo entsteht, so dass Menschen sich dagegen wappnen könnten. Warum bekommt der eine (Nicht-)Raucher Krebs, der andere nicht? Das wird dann immer mit vielschichtigen Einflussfaktoren erklärt. Die Krebszahlen sind allerdings seit der intensivierten Forschung sogar angestiegen. Oder gerade deswegen? Wo getestet/gescreent wird, da ein Fall, wo nicht getestet/gescreent wird, da kein Fall? So wie bei Corona? In der Jubiläumschronik des DKFZ, die die bisherigen Meilensteine des Institutes bilanziert, finden sich jede Menge Anglizismen wie Comprehensive Cancer Center, Corporate Design oder Life-Science-Lab; eine Strahlenblende; eine Ausbreitung in den Technologiepark; zwei neue Abteilungen für Tumorvirologie und Bioinformatik (= Genomforschung); ein 7-Tesla-Magnetresonanztomograph, der „ausschließlich für onkologische Fragestellungen genutzt wird“ (wenn das so sehr betont wird, muss es ja stimmen); eine Allianz mit Bayer und ein Besuch der thailändischen Prinzessin. Apropros Thailand: Die WHO führt ein – nicht sehr nutzerfreundliches und nicht besonders leicht auffindbares – Register über internationale Krebsmortalitäten. Deutschland mit dem angeblich weltbesten Gesundheitssystem schneidet relativ schlecht ab, sogar schlechter als die USA! Thailand hingegen sowie etliche lateinamerikanische Länder bilden die Gruppe der Besten. Unter den Ländern mit vergleichbaren Gesundheitsstandards wie Deutschland sind Schweden und Israel führend. Ob die thailändische Prinzessin gekommen war, um den Deutschen mal zu zeigen, wie man’s richtig macht mit der Krebsheilung? – Aber dann sind da ja in der DKFZ-Historie auch noch zwei Nobelpreise (- böse Zungen wie die des Investigativjournalisten James Corbett behaupten ja, der Nobel steckte unter einer Decke mit Königshäusern und reichen Oligarchen, die die Weltherrschaft für sich beanspruchen -): einer für eine Impfung gegen humane Papillomaviren, die angeblich Gebärmutterhalskrebs auslösen (wie war das noch mit Bauer und den Sterilisationen?) – auch hier behaupten böse Zungen wie die des Biologen Stefan Lanka oder der Autoren von „Virus-Wahn“ Torsten Engelbrecht und Claus Köhnlein, das mit den Viren sei alles nicht so ganz seriös…-; der andere Nobelpreis für irgendwas mit Fluoreszenz und Mikroskop. Ein Blick auf die Forschungsschwerpunkte deutet eher auf Gattaca hin als auf menschliche Heilkunde: viel Technologisches, Molekularbiologisches, Genetisches, Virologisches, Radiologisches… Die Abteilung für Prävention ist die kleinste von allen. Eine Alibi-Abteilung? Eine Forschungseinheit für die Erkundung von Spontanheilungen – Fehlanzeige. Erforschung von Waldspaziergängen und Krebsheilung – Fehlanzeige. Wirkung von Musik und Kunst auf Krebskranke – Fehlanzeige. (2, 12-15)

„Deutsches Krebsforschungszentrum: humanistische Einrichtung oder transhumanistische Biowaffenschmiede?“ weiterlesen

Vor 80 Jahren – Überfall auf die Sowetunion

Wir griffen an… Unsere Kameraden fielen. Wir rückten in ein belorussisches Dorf ein… Ich erinnere mich daran wie heute… Am Waldrand lagen ermordete junge Partisanen, sie wurden so grauenvoll ermordet, mit so unmenschlichen Methoden, daß ich keine Worte dafür finde. Ich kann es nicht beschreiben. Sie wurden mit Stroh in Brand gesetzt… mit Messern gevierteilt… mit Mistgabeln niedergestochen… Neben ihnen aber weideten Pferde. Ich dachte: Wie konnten Menschen vor Pferden derartiges fertigbringen? Vor Tieren. Sie haben doch alles gesehen. Und ringsum ist es so schön. Da liegen diese Jungs, so jung.“

Als wir Gefangene machten, brachten wir sie in die Abteilung. Sie wurden nicht erschossen, das wäre ein zu leichter Tod gewesen, sie wurden abgestochen wie Schweine, mit Ladestöcken und in Stücke gehauen. Ich bin hingegangen, mir das ansehen. Mich daran zu ergötzen! Hab gewartet, lange auf den Moment gewartet, wenn ihnen die Augen vor Schmerz bersten. Die Pupillen. Sie grauen sich, das anzuhören? Es ist grauenhaft? Wenn man vor ihren Augen aber mitten im Dorf ein großes Feuer entzündet und ihre Mutter da hinein geworfen hätte? Ihre Schwester? Die geliebte Lehrerin? Was wissen Sie denn davon?!“

Nach dem Krieg konnte ich zwanzig Jahre lang nicht in Fleischgeschäfte gehen, vor allem im Sommer. Ich konnte den Anblick geschnittenen Fleischs nicht ertragen, besonders von Hühnern. Weißen Fleischs. Es erinnerte mich an Menschenfleisch. Einmal machten wir Urlaub am Meer, fünf Jahre waren seit Kriegsende vergangen. Die Möwen kreischten, ich aber dachte, es schreien Verwundete…“

Wie uns die Heimat empfangen hat? Daran kann ich nicht denken, ohne zu weinen. Man hat uns ins Gesicht geschrien: ‚Was habt ihr da getan? Habt mit unseren Männern gelebt.‘ Ich hatte einen Freund, hab ihn aus dem Feuer herausgeschleppt. Gerettet. Wir lebten ein Jahr zusammen, dann ging er zu einer anderen Frau: ‚Sie riecht nach Parfüm, du aber nach Fußlappen und Stiefeln.‘ …“

(Zitate von Rotarmistinnen, in: Mascha, Nina, Katjuscha. Frauen in der Roten Armee 1941 – 1945, Ausstellungskatalog, 2002)

Am 22. Juni 1941 überfiel die Wehrmacht die Sowjetunion, um in einem Vernichtungskrieg den „jüdischen Bolschewismus“ auszumerzen und die als Untermenschen betrachteten Slawen zu vertreiben, zu versklaven und zu ermorden, damit Lebensraum für die „arische Herrenrasse“ gewonnen werden konnte. Am Ende kostete der von Deutschland entfachte Zweite Weltkrieg geschätzt mindestens 55 Millionen Menschen das Leben, allein in der Sowjetunion gab es mehr als 26 Millionen Tote – zwei Drittel davon Zivilisten. Besonders schlimm wurden die sowjetischen Kriegsgefangenen behandelt. Mehr als die Hälfte von den 5,7 Millionen Gefangenen starben in deutscher Gefangenschaft durch direkte Gewalteinwirkung oder durch Hunger, Krankheit und Kälte. Das war gewollt. Von den westalliierten Gefangenen starben 3,5 Prozent. Die Verachtung gegenüber den Sowjetsoldaten zeigte sich auch darin, dass „in Auschwitz die ersten Vergasungen mit Zyklon B an 600 sowjetischen Kriegsgefangenen durchgeführt (wurden)“ (https://kontakte-kontakty.de/sowjetische-kriegsgefangene/).

Mehr als achthundertausend sowjetische Frauen, häufig noch sehr jung, waren im Dienst der Roten Armee, ein Teil davon auch an der Front. Sie waren Schützinnen, Pilotinnen, Aufklärerinnen, Ärztinnen, Sanitäterinnen, Funkerinnen, Wäscherinnen, Köchinnen usw. Auf deutscher Seite dominierte das Angst- und Feindbild vom „Flintenweib“, das besonders grausam und widernatürlich sei und das wie der „jüdische Kommissar“ zur Legitimierung des eigenen Vorgehens in der Sowjetunion diente. Gegen die Frauen an der Waffe, also auch gegen die Partisaninnen, sollte erbarmungslos vorgegangen werden, Gefangene sollten erst gar nicht gemacht werden. Den Rotarmistinnen wurde ihr militärischer Status nicht anerkannt. In Gefangenschaft wurden sie exekutiert, kamen in ein Konzentrationslager oder sollten als Zwangsarbeiterinnen eingesetzt werden (Mascha, Nina, Katjuscha. Frauen in der Roten Armee 1941 – 1945, Ausstellungskatalog, 2002)

Was hat die Bundesrepublik Deutschland aus der Geschichte, aus dem Leid, das den Menschen durch den deutschen Staat angetan wurde, gelernt? Dazu kurz ein paar Schlaglichter:

Aus Angst vor den Russen wollte Bundeskanzler Adenauer eine Wiederbewaffnung von deutschen Soldaten als Teil einer Europa-Armee und so debattierte der Bundestag 1950 einen ganzen Tag lang, obwohl eine große Mehrheit der bundesrepublikanischen Bevölkerung dagegen war. 1952 stimmte der Bundestag zu, doch zu einer Europa-Armee kam es nicht. 1955 wurde die BRD in die Nato aufgenommen und durfte nun eine eigene Armee haben. Aus Personalmangel wurde auf Wehrmachtsoffiziere zurückgegriffen. „Um 1960 standen mehr als 12.000 Offiziere aus der Wehrmacht und 300 SS-Offiziere im Dienst der Bundeswehr.“ (https://www.dw.com/de/umstrittener-start-f%C3%BCr-die-bundeswehr/a-18830698 )

Bereits 1956 wollte Bundeskanzler Adenauer, dass die BRD Atommacht wird. Den geheimen Gesprächen mit Frankreich und Italien über die gemeinsame Entwicklung und Produktion von Atomwaffen folgte schließlich am 8. April 1958 ein Rüstungsabkommen, was dann aber von De Gaulle, als er an die Macht kam, abgelehnt wurde. Es blieb Adenauer aber die von ihm gleichzeitig ausgehandelte „atomare Teilhabe“ der Bundeswehr an den zu stationierenden US-Atomsprengköpfen (https://www.spiegel.de/geschichte/deutsche-aufruestung-a-947286.html).

Am 16. Oktober 1998 billigte der Bundestag den Kriegseinsatz gegen Jugoslawien mit 500 von 580 Stimmen und damit den ersten Angriffskrieg Deutschlands nach Nazi-Deutschland. Die deutschen Leitmedien legitimierten den Einsatz und schwächten den Protest mit Falschmeldungen. Wie so viele Kriege beginnt auch dieser mit einer Lüge (siehe WDR-Doku: https://www.youtube.com/watch?v=ZtkQYRlXMNU ). Der Krieg wird im Namen der Menschenrechte geführt und weil eine humanitäre Katastrophe zu verhindern sei. Noch unmittelbar vor dem Angriff hatte der französische Präsident Chirac große Vorbehalte, er verlor aber den Machtkampf gegen die BRD und die USA (https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7895/). Die chirurgisch präzisen Luftschläge erwiesen sich als Illusion und die Nato erfand den Begriff Kollateralschaden. Vom 24.03. bis 10.06.1999 wurden durch das Kriegsbündnis Nato ohne UN-Mandat Schulen, Krankenhäuser, Fernsehsender, Straßen, Brücken, Wasserwerke, Chemiewerke attackiert und Urangeschosse eingesetzt, 2500 Menschen wurden getötet. Außenminister Fischer legitimierte den Krieg am 13. Mai 1999 auf dem Grünen Sonderparteitag mit: „Ich stehe auf zwei Grundsätzen, nie wieder Krieg, nie wieder Auschwitz, nie wieder Völkermord, nie wieder Faschismus.“ Mit 444 zu 318 Stimmen erhielt er die Zustimmung der Grünen für die Bombardierung und somit war auch die rot-grüne Koalition gesichert (https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-das-schwere-ringen-um-den-kosovo-kompromiss-a-22166.html). Nicht zu vergessen ist dabei, dass im Zweiten Weltkrieg die Wehrmacht in Serbien Massaker an der Zivilbevölkerung verübt hat.

Bundeswehreinsätze im Ausland sind seitdem Normalität geworden, in Europa, Asien, Afrika und im Mittelmeer (siehe: https://www.bundeswehr.de/de/einsaetze-bundeswehr). Die Bundeswehr beteiligt sich auch im Rahmen des aggressiven Kriegsbündnisses Nato am jährlichen US-Großmanöver Defender Europe. Insgesamt 21 Nato-Mitglieder und 5 weitere Länder wirkten dieses Jahr mit. Erprobt wurde die Verlegung von Truppen und Material, wobei der Schwerpunkt auf Südosteuropa bzw. der Schwarzmeerregion lag. Im letzten Jahr, mit Defender Europe 2020, lag die Schwerpunktregion im Baltikum bzw. der Ostseeregion, die Schwerpunkte sollen sich jährlich abwechseln. Deutschland fungiert als Drehscheibe. Das Manöver dient dazu, sich auf einen möglichen Krieg gegen Russland vorzubereiten. Immer stärker wird in der Politik und in den Leitmedien gehetzt und ein Feindbild aufgebaut, ein Beispiel ist das heute journal vom 16.06.21 (https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/maas-froh-dass-treffen-stattgefunden-hat-100.html). Die BRD will nicht nur eine wirtschaftliche Großmacht sein, sondern auch militärisch, was sie mehr Verantwortung übernehmen nennt. Doch es geht um Wirtschaftsinteressen, um Macht und Profit, um die Sicherung von Ressourcen, Handelswegen und Märkte. „Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt“, sagte 2004 der Verteidigungsminister Struck. Sie will endlich wieder eine ganz normale Großmacht sein.

Warum sollte ein Mensch auf Befehl einen Fremden töten? Zu Ruhm und Ehren des Vaterlandes? Weil der Fremde das Böse ist? Weil sonst die Obrigkeit einen straft?

Militarismus, Nationalismus, Patriotismus sind ein Übel, das gut für den Staat, aber schlecht für die Menschheit ist. Eine Identifikation mit dem „eigenen“ Staat dient den herrschenden Interessen und seinen Verbrechen, denn der Staat entstand, damit die Mächtigen und die Helferlein die Massen steuern, kontrollieren, indoktrinieren, sanktionieren, manipulieren und bevormunden können. Die Herrschenden hetzen die von ihnen Beherrschten und Ausgebeuteten aufeinander, in der Schlacht und auch zu Hause. Solange die Menschen das mitmachen, bleiben sie unfrei.

Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 19

Teil 19 – Stinker im Park

Es ist ein milder Sonnentag. Sie geht mit einem Freund durch die langgestreckte Grünanlage spazieren. Auf dem Weg tummeln sich Radfahrer und Fußgänger und am Rande spielen Kinder auf der Schaukel oder am Klettergerüst. Die allermeisten Menschen haben sich nicht maskiert, vielleicht ist ihnen bewusst, dass die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung im Freien gegen Null geht oder es fehlt ihnen der Befehl zum Aufsetzen einer Maske. Einige Gestalten jedoch, von den Terrormedien in eine Angstneurose getrieben, meiden die frische Luft, sie tragen ihre kleinen Lieblinge. Doch trotz der nun schon längeren Beziehung wissen sie häufig immer noch nicht, wie sie es am liebsten mag und tragen sie unter der Nase oder sogar am Kinn. Manch einer hält sie in der Hand oder am Arm gebunden. Da hilft wohl nur noch Paartherapie. Aber in vielen Fällen ist es dafür zu spät, zerschunden, besudelt in den Dreck geworfen, liegen die Lieblinge auf dem Boden oder im Gebüsch. Einst waren sie begehrt, glaubte der Träger sogar, nicht ohne sie leben zu können, doch die Liebe hat ein Ende. Aber musste es so grausam sein? Als sie noch rein und unbefleckt waren, waren sie zur Befriedigung eines Bedürfnisses gut genug, doch als ihre strahlende Schönheit verblasst war, landeten sie in der Gosse. Die tragischen Heldinnen hatten sich zwischen ihrem Träger und einem heraufbeschworenen Killervirus gestellt, ihn beschützt und sich geopfert, ertrugen des Trägers Spucke und Atem, seinen Mundgeruch, das Feuchtbiotop, das sich auf ihr bildete mit all den Bakterien, Keimen und Viren. Sie hielt stand, auch gegenüber seinen dreckigen Fingern, die sie ständig betatschten und dem Schweiß an seinem Hals, an den er sie drückte. Liebe erträgt viel, aber Undank ist der Welten Lohn. Doch Gift ist die Rache der Verschmähten. Das Mikroplastik, das Formaldehyd und all die anderen Chemikalien, die in ihr sind, der Cocktail an Schadstoffen, den sie ausgegast hat in seine Atemluft. Mon amour, der letzte Kuss des Verderbens. Adieu. Reiche den Zartbesaiteten jemand ein Taschentuch, für die anderen bleibt die Feststellung, dass dieser Dreck nichts im Grünen zu suchen hat. Können die braven, ständig um die Gesundheit der Mitmenschen besorgten, moralisch weit über allen stehenden Coronakreuzzügler nicht ihren Abfall in der Restmülltonne entsorgen? Offensichtlich, nein.

„Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 19“ weiterlesen

Drei Affen, 5G und ein A (Gedicht)

Drei Affen, 5G und ein A

Drei Affen und 5G
nichts hören nichts sehen nichts sagen
gehorsam getestet gespritzt und getrackt – gefangen
auf narkolepsiert folgt genmanipuliert folgt transhumiert
Cont er ga‘ nichts für.
Oder doch?

Sich fügen heißt lügen
Affen schwingen durch die Lüfte, lausen und liebkosen
tausch‘ 5G für ein gekreistes A
Anarchie statt Plandemie

kein Gott kein Herr kein Staat
das Göttliche in dir
über dich herrschst du
l’état n’est plus, perdu, c’est toi

Frieden Freiheit keine Diktatur
so leicht wie Sonntagmorgen.
Worauf wartest du?