Moderner Transvestitismus als Tarnmittel einer machoschwulen Elite

Madonna hat den Anfang gemacht. Nein, eigentlich Iris Berben, aber das wurde dann schnell als Aprilscherz dargestellt, was es nicht war (Video, Fotos unten). Sie haben sich als Transvestiten geoutet und damit ein elitäres machoschwules Netzwerk offengelegt, das über viel Leid und Leichen ging. Sehr lebensfeindlich insgesamt, vor allem misogyn, kinderfeindlich bis päderastisch, selbstzerstörerisch homophob, aber sehr kindisch in seinem Handeln und mit einem sehr speziellen Humor. Als Mittel zum Zweck diente als Tarnung ein auf Hormonverabreichung und plastische Chirurgie erweiterter Transvestitismus. Den Rest erledigte die Bildbearbeitung. Heraus kamen täuschend echt aussehende Frauen wie Madonna und Iris Berben – zumindest auf den Bildschirmen und in den Zeitungen. Deshalb haben die Medien Madonnas Enthüllung als Spinnerei abgetan (BILD) oder totgeschwiegen und deshalb die Mär vom Aprilscherz in Berbens Fall. Sie sind – das ist nichts Neues – Teil des Betrugs, nicht der Wahrheit. Fällt einer, fallen alle, fällt ein ganzes Imperium. Herr Ciccone hat seine verflossenen und aktuellen Partner gleich mit geoutet, damit auch deren Ex-Partner usw., ebenso Herr Berben. Eine nicht aufzuhaltende Kettenreaktion. Und dann stellt sich die Frage: Warum das alles und woher kommen all die Kinder, die nicht ihre sein können?

Wenn der anfängliche Schock über diese extreme Wahrnehmungstäuschung überwunden ist – wir erleben diese Menschen ja nicht in Natura –, verschärft sich der Blick automatisch und man erkennt sie, die falschen Frauen, die Transvestiten bis in die höchsten Machtebenen. Vielleicht nicht alle, auf Madonna und Iris sind wir ja auch jahrelang hereingefallen, aber sehr viele, vor allem die alternden, denen der Babyspeck entschwindet, und die abgebrannten, denen das Geld für „Auffrischungskuren“ fehlt. Sie fallen uns wieder auf die männlichen Gesichtszüge, die prägnanten Kiefer, die linearen Körperformen, die überlangen Arme und großen Hände, die breiten Schulten, die trapezförmigen Oberkörper, die kräftigen Hälse und muskulösen Nacken, das breite Grinsen, das großschnäuzige Lachen. Der Blick wendet sich ab von den auftoupierten Haaren, den aufwändigen Frisuren, all der Schminke, den falschen Wimpern, dem Schmuck und den Accessoires. Die ständig gewinkelten Arme und Verrenkungen beim Posieren vor den Kameras durchschauen wir als das Vortäuschen von Taillen und Vertuschen schmaler Hüften, da wo naturgemäß keine Kurven sind. Sie haben es uns nicht leicht gemacht, sind perfide vorgegangen, haben dieses ganze Transen-Gedöns und die Folter-High-Heels auch den echten Frauen aufgedrängt, damit sie sich noch besser verstecken konnten. Die ohnehin zu abgefahrene, nicht alltagstaugliche Mode auf den Laufstegen der Reichen und Schönen, das war Mode von bekanntlich meist schwulen Designern für Transen, nicht für Frauen. Sind wir selber schuld, wenn wir das nicht geschnallt haben. Als vor einigen Jahren der Mann Andrej(a) Pejić als DAS neue Model für eine neue Ära in der „Frauen“modewelt vorgestellt wurde, da blieb er aus der Aufschrei der Mannequins, sich nicht von Männern verdrängen lassen zu wollen. Warum wohl? Weil es längst gang und gäbe war, dass auf den Laufstegen der bedeutsamen Welt Männer stolzieren. Wahrscheinlich war es nie anders. Und während Plastikchirurgen, Make-up-Artists, Pharmavertreter und Kreative sich selbst feiern auf den Modeschauen und in ihren Werbeheften, fühlen sich unzählige Generationen junger Mädchen und Frauen schlecht in ihren Körpern, verfallen in Magerwahn, strampeln sich in Fitness-Studios ab, weil sie nicht so aussehen wie diese künstlich erschaffenen Hybridwesen. Dass sie das gar nicht können, weil sie keine Männer sind, hat ihnen niemand gesagt.

Wenn Erwachsene Erwachsene verarschen, hintergehen, verdrängen, betrügen und diese sich das gefallen lassen, ist das eine unschöne Sache; wenn Erwachsene meinen, sie müssen sich Hormone einschmeißen und unters Skalpell begeben, weil sie sich dann angeblich besser fühlen, ist das ihre Sache. Sie haben aber Kinder hineingezogen in ihre Scheiße! Herr Ciccone und Herr Berben geben sich beide als Mütter aus, die sie nicht sein können. Zu wem gehören diese Kinder? Gleiches gilt für all die anderen Promis, die mit Hilfe dieses hormonal-chirurgischen Transvestitismus heterosexuelle Paarbeziehungen vortäuschen. Woher kommen „ihre“ Kinder? Sind sie nur Staffage zur Verschleierung ihrer Homosexualität und gehen nach dem Fototermin zurück zu ihren richtigen Eltern? Wer gibt seine Kinder dafür her? Welche Krankenhäuser bieten Raum für diese gestellten Fotos nach angeblichen Geburten? Wünschten sich einige Homo-Pärchen von ihnen wirklich ein „normales“ Familienleben und benutzten dafür arme Frauen als Legehennen und Brutkästen oder Schlimmeres? Wer organisiert das? Wer deckt das auf höchster Ebene? Ein Bild sagt manchmal mehr als tausend Worte: Es sind auch Päderasten dabei.

Nicht nur die Homo-Ehe war schon lange Realität für Auserwählte, bevor sie Realität für alle wurde. Auch dieser ganze Transgenderismus, der seit einigen Jahren so aufdringlich bis übergriffig propagiert wird, ist schon lange Realität. Das ergibt sich aus den Fällen Madonna und Iris Berben. Vermutlich schon annähernd solange, wie es die Möglichkeit dazu gibt, werden Kinder nicht mehr nur gecrossgendert, sondern mit Hormonen (Pubertätsblockern) misshandelt und im Aussehen operativ verändert bis hin zu irreversiblen Brustamputationen und Genitalverstümmelungen. Der Chemiker Adolf Butenandt erforschte und isolierte ab 1929 Östrogene. Dafür bekam er den Nobelpreis. Damit ist klar, woher der Wind wehte, jedenfalls nicht aus Richtung Menschheitswohl. Die Hormon“gewinnung“ erfolgte übrigens aus trächtigen Stuten.

Nach der Veröffentlichung von „Madonna und seine Lebenslüge“ bekamen Die schönen Rosen Ärger: Das könnten wir jawohl so auf dieser dünnen Beweislage nicht behaupten. Madonnas eigene, wenn auch indirekte aber eindeutige Aussage reicht also nicht? Wahr ist es erst, wenn die Tagesschau berichtet? Diese Denke zeigt nur unser aller tief sitzende Abrichtung auf betreutes Denken.

Das Offenkundige ist der Beweis. „I’m not a vet, but I know what a dog is,“ antwortete schlagfertig die Zuschauerin eines unfairen Schwimmwettkampfes einem woken LGBTQIA*(keine Gewähr für Vollständigkeit)-Aktivisten. Sie beklagte, dass ein männlicher Teilnehmer den Konkurrentinnen davonschwamm, er sprach ihr ab, das beurteilen zu können. Nein, es ist keine höhere Mathematik, Männer und Frauen zu unterscheiden – zumindest im realen Leben, am Bildschirm wird’s schwieriger, aber nicht unmöglich –, auch wenn diese Propaganda-Armee uns das gerne einreden möchte. Und trotz all der Tricks und Schummeleien sind es sogar oft nur Kleinigkeiten, die verraten, was los ist. Das Wunderwerk Natur hat uns mit dieser Gabe ausgestattet ohne DNA-Analyse und notarielle Beglaubigung. Es ist eher das nicht Wahrhaben-Wollen, dass man so heftig und lange und großkalibrig belogen wurde, was den Zweifel nährt. Was für Kinder offensichtlich ist, schieben Jugendliche und Erwachsene beiseite: „Das kann ja nicht sein.“ Es kann ja nicht sein, dass einem so frech und plump ins Gesicht gelogen wird, dass einem hier ein Mann als Frau verkauft wird. Doch! Kann es. Das haben Herr Ciccone und Herr Berben mehrere Jahrzehnte bewiesen – mit viel Hilfe von Big Tech und Big Pharma und einer mächtigen Lobby im Hintergrund. Und die Zweifler möchten sich bitte auch erinnern, wozu mächtige Menschen nicht alles in der Lage sind, Stichwort Opernkastraten oder das Schaf Dolly. (Zufall, dass das erste präsentierte Klonwesen ausgerechnet ein Schaf war?) In einem Interview berichtet Barbara Streisand übrigens ganz nonchalant, dass sie (?) ihren Hund klonen ließ, als wäre es das Normalste von der Welt – in ihren (seinen?) Kreisen vielleicht. (ab ca. 9:45 Min.) Sollte nicht Dolly der erste und letzte Klon gewesen sein?

Wer sie einmal abgesetzt hat, die Das-kann-nicht-sein-Brille, sieht wieder klar. Es erschlägt einen geradezu. Erinnerungen aus Kindheit und Jugend kamen bei der Schreiberin dieses Textes hoch: Diese Irritation über die angehimmelte „Traumfrau“ Carla in Madonnas Musikvideo ‚Crazy for you‚ (Szenen aus der Romanze ‚Vision Quest‘): „Das ist ein Mann,“ dachte sie als Kind beim Anblick des Darstellers, der sich im „echten“ Leben Linda Fiorentino nennt; das Sich-gewundert-Haben über den äußerst burschikos-mannhaften Stöckelschuh-Gang eines Jennifer Beals in ‚Flashdance‘ oder eines Tina Turners (Name ist Programm?) auf der Bühne; die breiten Schultern eines Gabriel(a) Sabatinis; der muskulöse Hals mit Adamsapfel eines Gwen Stefani von ‚No Doubt‘ („I’m just a girl, some kind of freak… take a good look at me, just your typical prototype“). Die besten und nachhaltigsten Lügen sind die dreisten und die mit wahren Anteilen. „Even I don’t wake up looking like Cindy Crawford.“ Hier ein Link zu sich bekennenden Transgender-Models. Es gibt auch sehr viele Trans-Pornodarsteller, vor allem Mann zu Frau, also optisch Frau mit Penis („shemale“), und weniger optische Männer mit Scheide. (z.B. Sarina Valentina oder Buck Angel. Wir verlinken nicht zu Pornoseiten.)

Wozu das alles? Wer denkt sich so ein Gruselkabinett aus? Machos (nicht gleichbedeutend mit Männern!) geht es um Macht. Den Hetero-Machos waren wir Frauen wenigstens noch gut genug zur „Bedürfnisbefriedigung“ und zum Austragen ihrer Brut. In der Welt von Homo-Machos waren wir nur noch ein notwendiges Übel zur Fortpflanzung, das es zu überwinden galt. Deshalb dieser ganze Science-Fiction-Quatsch mit in vitro-Befruchtung, Leihmüttern, Eizellspenden, Gebärmuttertransplantation, Reproduktionstechnologie, Klonierung, Elternteil 1 und 2 etc. Es fällt schwer, hinter diesen Gräßlichkeiten überhaupt einen Sinn zu erkennen. Was hat Mutter Natur sich dabei gedacht? Vielleicht wollte sie uns zeigen: Wenn Frauen nicht mehr nur beherrscht, sondern auch noch überflüssig gemacht und durch schwule Transvestitenmänner ersetzt werden, dann ist Endstufe Patriarchat erreicht. Mehr Gaga geht nicht. Wird Zeit, dass Mama kommt und Euch Eurer Spielzeug wegnimmt. Messer, Schere, Feuer, Licht dürfen kleine Kinder nicht. Oder Ihr macht es wie Rumpelstilzchen: Ihr zerreißt Euch selbst in Stücke.

Mit der Erkenntnis, dass Madonna und Iris Berben eben keine Einzelfälle sind, rücken auch Kriminalfälle, die in diesem Milieu stattfanden, in ein anderes Licht. Es folgen einige Beispiele. Möge sich jede dazu ihre eigene Meinung bilden. Bei den verlinkten Quellen geht es ausschließlich um das Bildmaterial. Etwaige Bewertungen, politische Ansichten etc. machen wir uns nicht (automatisch) zu eigen. Das gilt grundsätzlich.

BITTE DIE BILDER ANKLICKEN ZUR VOLLANSICHT

Iris Berben

Links: knabenhafter, geradliniger Körper, lange Arme; Rechts: männliche Gesichtszüge, kräftiges Handgelenk und Unterarm, kräftiger Hals/sichtbarer Kehlkopf

Twiggy (zarter Zweig?, dünnes Ästchen?)

Erwachsene Frau oder Knabe im Wachstum? Lange Arme Bild 1 und 4. Letztes Foto: männlicher Kieferknochen.

Rosemarie Nitribitt

Die erste Trans-Prostituierte, die unter schwulen Reichen herumgereicht wurde? Der sehr männliche Nacken-/Schulterbereich, die kantigen Gesichtszüge, die Statur, der Bizeps. Deshalb der Fotofetischismus?

First Ladies

Links: Mildred Scheel; Rechts: Barbara Bush mit George W.

Alles Nazis außer Opi – Offener Brief an Campino (Die Toten Hosen)

Hallo Andreas Joachim Wolfgang Konrad Frege alias Campino,

als berufsjugendlicher Punk hast Du sicherlich nichts dagegen, wenn wir Dich duzen. Wir wissen gar nicht mehr, wie es dazu kam, dass wir mal ein bißchen über Dich recherchierten. Vielleicht war es eine innere Eingebung.

Du erzählst auf der Toten-Hosen-Homepage in einem Interview, dass zu Deinem Vorteil Deine Familie „politisch unbelastet“ gewesen sei und sagst über Deinen Opa das folgende: „Alles Nazis außer Opi – Offener Brief an Campino (Die Toten Hosen)“ weiterlesen

Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 16

Teil 16 – Alte Freundschaften

Sie hatten sich schon seit mehreren Jahren auseinander gelebt. Mittlerweile beschränkte sich ihr Kontakt nur noch auf Geburtstagsgratulationen. Bei den letzten Treffen in ihrer Lieblingskneipe gerieten sie meist beim Thema Prostitution aneinander. Er vertrat die „unspießige“, neoliberale Position vom ‚Beruf wie jeder andere‘, sie die abolitionistische. Er empfand das als Streit, sie als Diskussion. Wenn er bessere Argumente hatte, sollte er sie doch vorbringen. Mittlerweile war er Vater einer Tochter. Ob er seine Position immer noch so vertreten würde? „Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 16“ weiterlesen

Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 11-14

Teil 11 – Auf dem Marktplatz I

Sie steht auf dem Marktplatz in einer kleinen Gruppe und unterhält sich. Nur wenige Schritte von ihnen entfernt eng sitzende Menschen, die sich an der Sonne und der Wiedereröffnung der Gastronomie erfreuen. Die Polizei, dein Freund und Helfer, will das nicht. Drei bis an die Zähne bewaffnete Polizisten nähern sich der Gruppe. Sie sollen sich auflösen, den Platz verlassen wegen Verstoßes gegen Abstandsregeln, die für die Polizei und die Gastronomie-Besucher hingegen nicht gelten. Diskussionen folgen. Während sie noch – die Indoktrination sitzt tief – naiverweise darauf hofft, Polizisten nicht als befehlsausführende Roboter, sondern als Menschen mit Gewissen und Mut zur Zivilcourage erreichen zu können und ihnen eine Predigt über Grundgesetz, Freiheit und Widerstandsrecht hält, reicht’s ihrer Freundin schon lange mit der Polizei, spätestens seit sie bei G20 von ihnen in Lebensgefahr gebracht wurde. Sie provoziert verbal mit einer einladenden Geste. Ein junger Blonder lässt sich gerne darauf ein, scheint richtig heiß auf Krawall zu sein, greift nach ihrem Handgelenk. Dickie, der Chef, pfeift ihn zurück, erteilt Platzverweise, an die sich aber niemand hält. „Ich hasse Menschen“, wendet er sich mit seinen Jünglingen ab, um für diesen widerspenstigen Mob Verstärkung zu rufen. Für eine Handvoll untrainierter, zierlicher Weiber und einiger Rentner leistet sich der Staat gerne ein Polizei-Großaufgebot.

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Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 2 – 4

Teil 2 – Im Naherholungsgebiet

Welch ein schöner lauwarmer Sommerabend, dachte sie sich. Der durchgängig bewölkte Himmel brachte etwas Abkühlung; die Luft angenehm frisch und klar, nicht schwül. Es zog sie hinaus, eine kleine Runde mit dem Rad drehen, die Alltags- und zusätzlichen C-Sorgen für kurze Zeit vergessen. Vielleicht würde sie Glück haben und im Büchertauschschrank im Parzellengebiet wieder einen glücklichen Fund machen. Der graublaue Himmel setzte sich so schön von den sattgrünen Pflanzen ab, die noch keine Zeichen von Vertrockung aufwiesen, ließ das Grün noch stärker leuchten. Dazwischen bunte Farbkleckse irgendwelcher Blüten. Ein wohliges Gefühl erfüllte ihren Körper. Im Bücherschrank diesmal kein Glück, dafür aber eine glückliche Zusammenkunft mit einer Katze, die sich bereitwillig streicheln ließ. Dazu noch ein paar frühreife Brombeeren naschen. Das Leben kann so unbeschwert sein. „Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 2 – 4“ weiterlesen

Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 1

Teil 1 – In der Bäckerei

Sonntagmorgen, Corona-Zeitalter, lange Schlange vor dem Bäcker bis über die quer einmündende Seitenstraße hinaus. Eine Radfahrerin nähert sich in gemählichem Tempo, klingelt, möchte durch zur Kreuzung. Die Menschen machen Platz, bis auf ein Vater-Sohn-Pärchen: Vaddern weicht jovial einen kleinen Schritt nach hinten aus, der Lütsche etwas überfordert mit der Situation springt erst nach hinten, dann nach vorne. Die Radfahrerin passiert ihn dennoch, verliert kein böses Wort, fährt einfach ruhig weiter. So weit, so unspektakulär. Doch so manch sensible Machoseele kann solch ein nichtiger Vorgang aus der Bahn werfen. Monsieur fühlte sich bemüßigt, der Dame noch belehrende, unschöne Sachen hinterherzurufen: Warum sie nicht bremsen und absteigen würde für SEIN Kind? Sich dabei umschauend und bestätigenden Blickkontakt zu anderen suchend. Dass er so etwas ihrem Kind wünsche. Dass er das nächste Mal, wenn er mit dem Auto führe, für ihr Kind auch nicht bremsen würde. (Es gibt ja auch gar keinen Unterschied zwischen einer gemählich tuckernden Radfahrerin und einem tonnenschweren Auto…) Ja, ja der treusorgende Vater – so treusorgend, dass er es nicht hinbekommt, seinem verunsicherten Sohn, der mitten auf der Fahrbahn steht, im richtigen Moment die richtigen Verhaltensanweisungen zu geben. Andere müssen aufpassen und ausweichen, er natürlich nicht. „Geschichten aus dem Patriarchat zu Corona-Zeiten, Teil 1“ weiterlesen

Meine schlagfertige Klavierlehrerin

Lieb, brav, nett, geduldig, verständnisvoll, nachgiebig, sittsam, bescheiden, still und leise – so hätte die Welt uns Frauen gerne. Doch manche durchschauen diese Lebenslüge, die uns von klein auf eingetrichtert wird, irgendwann. Eine von ihnen ist meine georgische Klavierlehrerin, die mir voller Stolz und Selbstsicherheit, das moralische Recht auf ihrer Seite wissend, erzählte, wie sie ihren Asi-Nachbarn vermöbelt hatte.

Vermutlich begann es ganz klassisch mit gekränkter Eitelkeit. Hatte der Vater des besagten Nachbarn einst nach Klavierunterricht für seinen Sohnemann gefragt, hörte meine Klavierlehrerin auf ihr Bauchgefühl und lehnte mit Verweis auf mangelnde Kapazitäten ab. Irgendwann da fing es an: kein Grüßen mehr im Flur, Klopfen gegen die Wand, Tritte gegen die Tür, Beleidigungen. Laute Rap-“Musik“, die von der üblen Sorte, mit der er das ganz Haus volldröhnte. Und immer dann auf Anschlag, wenn sie Klavier spielte. Einmal erwischte sie ihn auf frischer Tat, als er gerade Wasser an ihre Tür geschüttet hatte. „Was willst du Schlampe?!“ stammelte er den Eimer noch in der Hand haltend. So forderte der Querulant über einige Monate sein Schicksal heraus. Naiv in der Annahme, die Kleine von nebenan würde sich ohnehin nicht wehren – so wie er es von seiner Freundin gewohnt war. Falsch gedacht.

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Paranoide Schizophrenie – der patriarchale Wahnsinn

Ein Nachruf auf meinen Vetter und eine Gesellschaftskritik

Kürzlich verstarbst Du, mein Cousin. Du littst unter paranoider Schizophrenie. Oder war es doch eher unsere kaputte Gesellschaft, das Patriarchat, was Dich erst Deinen Verstand und dann Dein Leben kostete? Dein Tod hat mich nachdenklich gemacht. Ich habe versucht, mir Dein Verhalten zu erklären.

Du warst ein lebensfroher Typ, Partygänger, immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Und ein Mädchenschwarm, der keine Gelegenheit ausließ, so kam es mir vor. Dass der frühe Tod Deines Vaters Dich verletzlich gemacht hatte, ahnte ich damals noch nicht.

Deine Erkrankung kam schleichend. Nicht lange nach der Geburt Eurer Tochter, trennte sich Deine Freundin von Dir. Da hatte sich Dein Wesen für sie wohl schon merklich verändert. Du unterstelltest ihr, Dich betrogen zu haben. Das Kind sei gar nicht von Dir. Sprach da die tief sitzende Angst eines Mannes, zum Gespött der Leute zu werden als gehörnter Depp mit einem untergeschobenen Kuckuckskind?

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